Donnerstag, 30. März 2017

Konfitürenkuchen - ein Stück Thüringer Backkunst

Diesen Kuchen backe ich auch schon sehr lange, er kommt immer wieder gut an. Schon zu Studentenzeiten bin ich nach diesem Rezept gefragt worden. Er steht in meinem Lieblingsbackbuch für Thüringer Festtagskuchen. Für diese Leckerei ist es wichtig, daß man genügend Zeit zum Durchziehen einplant, erst nach 3 Tagen schmeckt der Kuchen so richtig lecker. Man hat also genügend Zeit, ihn ohne Streß vor der Feier zu backen.


Je nachdem welche Konfitüre man verwendet, schmeckt der Kuchen immer ein bischen anders, unsere Lieblingssorte ist schwarze Johannisbeere, mit Aprikose schmeckt es ebenfalls sehr lecker.

Für ein Blech braucht man einen Mürbeteig, 1 Glas (450g) Marmelade/Konfitüre, einen Rührteig und eine Kakaofettglasur. Sehr hübsch machen sich auch bunte Streusel auf dem Kuchen.


Mürbeteig:
250g Mehl,
125g Butter,
75g Zucker,
1 Ei,
1 Pr. Bourbonsalz,
1 gestr. TL Backpulver

Füllung:
450g Konfitüre (schwarze Johannisbeere oder Aprikose)

Rührteig:
150g Zucker,
175g  Butter, weich,
3 Eier,
90g Mehl,
90g Speisestärke,
1/2 TL Backpulver,
3 EL Kaffeesahne (bzw. 3 kleine Näpfchen - da ich normalerweise keine da habe, nehme ich manchmal diese kleinen Kaffeesahneportionen, damit die Gäste, die sowas brauchen, Kaffeesahne zum Kaffee haben)

Kakaofettglasur:
3 EL Zucker,
1 EL Vanillezucker,
1 Ei,
2-3 EL Kakao,
125g Kokosfett,
1-2 EL Rum

Zubereitung:
Die Mürbeteigzutaten alle miteinander zu einem Teig verkneten und diesen eine halbe Stunde ruhen lassen. Dann wird er auf einem Backblech ausgerollt.
Für die Füllung die Konfitüre auf den Mürbeteig streichen. Jetzt den Rührteig zubereiten und  schon mal den Ofen auf 180°C vorheizen. Mehl, Stärkemehl und Backpulver abmessen und in einer Schüssel vermischt bereitstellen, die anderen Zutaten für den Rührteig ebenfalls bereitstellen.
Butter und Zucker werden schaumig gerührt, dann kommen die Eier nach und nach dazu, zuletztt die Mehlmischung und die Kaffeesahne.
Nun wird der Rührteig vorsichtig mit einem Löffel auf der Füllung verteilt, sodaß alles mit dem Rührteig überzogen ist.

Für etwa 30 Minuten bei mehr Unter- wie Oberhitze backen. Den völlig erkalteten Kuchen dann mit der Kakaofettglasur überziehen. Während das Kokosfett bei geringer Hitze schmilzt, werden Zucker, Kakao und Vanillezucker mit dem Ei verrührt. Dann kommt löffelweise das Kokosfett unter Rühren dazu und zuletzt wird der Rum untergerührt. Nun auf dem Kuchen verstreichen und nach Belieben mit Streuseln verzieren oder noch eine helle Schokoladenglasur als Rautenmuster dazugeben. Wir lassen den Kuchen meist etwas unscheinbarer aussehen, umso größer ist dann der Genuß ;) -  Nun den Kuchen für 3 Tage zum Durchziehen an einen eher kühlen, dunklen Ort stellen.


Man bäckt ja nicht nur einen Kuchen zu Festtagen, ein paar mehr dürfen es schon sein und in Thüringen werden die Stückchen recht klein geschnitten, damit man alle durchprobieren kann - hier seht ihr auf dem Teller noch Kakaokokoskuchen, Bienenstich und Zupfkuchen.

Samstag, 25. Februar 2017

Zwiebelsalat - Büfettklassiker

Dieses Rezept wollte ich schon lange mal posten. Ich kenne es, seit ich den Liebsten kenne und das ist einige Zeit her. ;)
Bei Geburtstagen und Feiern kommt er immer mit aufs Büfett und auch so zwischendurch wird er gerne gegessen - wenn nur nicht das Zwiebelschneiden wäre. Manchmal hilft sogar Mr. Muffin mit, der diesen Salat auch mag.
Die Schwiegermutter wollte mal helfen und hat mir einen Zwiebelhacker ausgeliehen, den ich dann doch wieder zurückgebracht habe, weil wir die Bitternote, die beim Hacken entsteht, nicht mögen.


Es bleibt wirklich nur, die Zwiebeln ganz klassisch zu schneiden (man sollte sie nach dem Schälen in kaltes Wasser legen, das hilft ein wenig gegen das Weinen).
Je feiner die Zwiebeln geschnitten werden, umso besser - deswegen versuchen wir,  möglichst kleine Zwiebeln oder Schalotten oder frische Perlzwiebeln zu erstehen.

Eine Mengenangabe kann ich nicht machen, die Zutaten kommen so nach Gefühl rein ;) -  aber unter 5 Zwiebeln fängt man gar nicht erst an. Der Salat ist ein paar Tage im Kühlschrank haltbar, er schmeckt lecker auf frischem Brot, aber auch zu Wurst und Käse.



Man braucht:

kleine Zwiebeln oder Schalotten,
Salz,
Öl,
Pfeffer,
getrocknete Kräuter und Gewürze je nach Gusto und Vorrat (einmal quer durch die Gläser ;) - Majoran, Dill, Petersilie, Bohnenkraut, Koriander, Kardamom, Kümmel, Kerbel, Liebstöckel, Thymian, Oregano, Paprika sind so meine Standardzutaten)
Tomatenketchup (wir nehmen den mit 84% Tomatenmark)
nach Belieben frische oder gefrorene Kräuter 

Die Zwiebeln werden geschält und in kaltes Wasser gelegt. Man nimmt sie einzeln raus und schneidet sie so fein wie möglich in eine Schüssel.
Dann kommt Öl (je nach Zwiebelmenge 1-3 TL) und etwas Salz über die Zwiebeln. Mal kurz vermischen und dann die Kräuter und Gewürze dazugeben. Gut umrühren und mit Tomatenketchup vermischen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ein paar Stunden durchziehen lassen und dann genießen.


Wenn man  Reiswaffeln zerbröckelt, druntermischt und evtl. noch etwas Ketchup zugibt, dann hat man veganes Mett. :)

Montag, 30. Januar 2017

Lieblingsbananenspeise

Hin und wieder gibt es Bananen, die etwas länger über der Obstschale hängen bleiben und erst giraffen- oder gepardenfarbig werden und dann rundherum braun sind. Essen möchte sie dann hier keiner mehr, aber jeder freut sich, wenn ich ein Dessert daraus zaubere. Die Rezeptidee zum Bananendessert habe ich von der Verpackung der zweiten wichtigen Zutat, Halva (Spezialität aus Honig und Sesam). Mal nehme ich nur Sahne, mal Joghurt und Sahne und mittlerweile gehört zu diesem Klassiker auf jeden Fall meine süße Blütengewürzmischung "Kunterbunt". Die habe ich der Gewürzmischung "Flower Power" von Sonnentor nachempfunden, die man im Bioladen zu kaufen bekommt. Diese wurde immer so schnell alle, daß ich mir mittlerweile große Gläser selber mische und auch den Schwägerinnen was abgebe. Ins Salatdressing gehört sie auch hinein.
Die Mengen können nach Belieben und Vorrat variieren, hier kommt unsere Silvestervariante von 2016, das wurden ca. 7-8 Portionen.



3 reife Bananen
1 Packung Halva (von Allos)
3 Becher Naturjoghurt (a' 150g)
ca. 1 EL Zitronensaft
2 TL Gewürzzuckerblütenmischung (z.B. Flower Power von Sonnentor)
1 Becher Sahne (200g)


Das Halva wird in einer Schüssel mithilfe einer Gabel zerdrückt und mit dem Zitronensaft zu Brei verrührt. Dann kommt der Gewürzzucker und der Joghurt dazu und alles wird gut verrührt.

In einer zweiten Schüssel werden die geschälten Bananen mit einer Gabel zerdrückt und ebenfalls zu Brei "vermatscht". Dann werden sie zur Halvamischung gegeben und alles wird gut vermischt.

Zum Schluß wird die Sahne steifgeschlagen und untergehoben.

Dann wird die Lieblingsbananenspeise - jetzt gibt es auch ein erstes Rezept mit L auf der Übersichtsseite ;) -  in dekorative Gläser geschichtet und bis zum Verzehr kühlgestellt. Garniert wird dann nach Belieben, hier stehen gerade kleine Schokoladenfiguren oder Krokantzucker (der von den gebrannten Nüssen übrig geblieben ist) ganz hoch im Kurs.


Donnerstag, 22. Dezember 2016

Weihnachtsdessert und Geschenkidee

Weihnachten rückt immer näher und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wer noch eine liebevoll selbstgemachte Kleinigkeit zum Naschen und Verschenken braucht, kann das gleich mit dem Festtagsdessert kombinieren. Heute habe ich noch ein Rezept extra für Euch.
Bei uns gibt es am 1. Weihnachtstag als Dessert Quittenpudding mit Schlagsahne und gebrannten Walnüssen.


Man kommt mit wenigen Zutaten aus und kann alles gut vorbereiten. Während einer den Pudding aus der Form nimmt und in 5 Portionen teilt, kann der andere die Sahne dazu schlagen, wenn man kein Sahnestandmittel zugeben möchte.


Vom Quitten verarbeiten ist noch jede Menge eingekochter Saft vorhanden, der sich prima für einen Fruchtpudding eignet. Am besten bereitet man ihn schon am Vortag zu, damit er in Form  bleibt ;)

Quittenpudding (5 Portionen)

1 Puddingform (ca. 0,6l Füllmenge)
500ml Quittensaft
1 Pä. Vanillepuddingpulver
2-3  EL Zucker

Pudding nach Packungsanleitung zubereiten (anstelle von Milch den Quittensaft verwenden) und nach dem Kochen in die kalt ausgespülte Puddingform geben. Den Pudding abkühlen lassen und wenn er kalt ist, die Form mit einem Tellerchen abdecken und ab in den Kühlschrank damit (am besten über Nacht).


Die gebrannten Nüsse kann man auch schon vorher zubereiten und vielleicht einen Teil davon hübsch einpacken und verschenken.

 Gebrannte Walnüsse

200g Zucker
125 ml Wasser
1/2 - 1 TL Zimt
 200g Walnüsse

Zucker und Zimt mischen, im Wasser auflösen und zum Kochen bringen, die Walnüsse dazugeben und solange unter Rühren köcheln lassen, bis die Zuckerlösung karamellisiert.
Auf ein Blech geben und abkühlen lassen.
Die Nüsse halten sich ein paar Tage, das Rezept kann man auch für gebrannte Mandeln verwenden.


Für das Dessert nun den Pudding aus der Form stürzen, evtl. in Portionen aufteilen. Sahne steifschlagen, dazugeben und alles mit Walnüssen dekorieren.

Montag, 28. November 2016

Möhren - Ingwer - Suppe

Draußen beginnen die frostigen Tage, drinnen braucht man was zum Aufwärmen. Da ist meine neue Lieblingssuppe genau das richtige. Man kocht einen großen Topf davon und hat ein paar Tage lang immer schnell was lecker wärmendes, wenn man aus der Kälte kommt.
Eigentlich konnte ich bisher gekochte Möhren oder gar Möhrensuppe nicht ausstehen, aber neulich kam ich einfach nicht dazu, die 2kg Möhren zu Rohkostsalat zu verarbeiten und weggeschmissen wird nicht, also Essen retten und für den Liebsten Suppe gekocht. Nachdem ich zum Abschmecken probiert  habe, fand ich sie lecker und jetzt gibt es Möhrensuppe häufiger. Schon allein die orange Farbe macht gute Laune.
Wer keinen Ingwer da hat oder mag, man kann auch Knoblauch nehmen, das ist dann eine etwas andere Schärfe, heute war mir nach Ingwer.


Das ist alles drin:

2 kg Möhren
1 Bund Suppengrün (500g bestehend aus Möhre, Sellerie, Lauch und Petersilie)
2 mittlere Zwiebeln
1 sehr große Kartoffel
1 Apfel
1 großes Stück Ingwer (könnten so 70-90g gewesen sein)
1 geh. TL Meersalz
2 große Lorbeerblätter (ich hab welche aus Indien geschenkt bekommen, die haben im Gegensatz zu unseren bekannten Längsstreifen)
2 TL Chana Masala bzw. Chhole Ka Masala (indische Gewürzmischung für Kichererbsen, ich nehm sie gerne für rote Linsen)
2 Liter Wasser
zum Schluß 200g Sahne

Die Zubereitung geht ganz einfach, alle Zutaten putzen, kleinschneiden, in einen großen Topf geben, Gewürze dazu, mit Wasser auffüllen, zum Kochen bringen, 30 Minuten köcheln lassen, dann die Lorbeerblätter wieder raussuchen, pürieren und mit einem Becher Sahne verfeinern.


Mr. Muffin meinte, die gerösteten Brotwürfel, die ich für Klösse vorbereitet habe, würden auch gut zur Suppe passen.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Bagels - Ein Klassiker für den 11. WBD 2016

Beim Überlegen, was ich denn für den mittlerweile 11. World Bread Day (#wbd2016, #worldbreadday2016) backen könnte, fiel mir auf, das ich noch gar nicht mein erprobtes Bagelsrezept gepostet habe. Das backen wir schon einige Jahre immer mal wieder. Früher wurde es regelmäßig von der nun Großen gewünscht, die deshalb Fräulein Bagel genannt wurde.


Das Basisrezept reicht für 16 große Bagels, wir frieren immer die eine Hälfte ein und haben so für später was. Bestreuen kann man sie nicht nur mit Mohn oder Sesam, auch in natur oder mit Käse schmecken sie lecker.

Hefeteig
500g Weizen, frisch gemahlen (ersatzweise Mehl)
500g Mehl (Typ 405)
400ml Wasser (1)
50g Zucker
1 Würfel Hefe (oder 1-2 TL Trockenhefe)
1/8 l Wasser (2)
1-2 TL Salz
außerdem
1 EL Zucker
1 großer Topf mit Wasser
Mohn und Sesam zum Bestreuen, evtl. auch geriebener Käse



Zubereitung
Weizen mahlen. Zucker und Hefe in lauwarmem Wasser (1) auflösen, Salz in Wasser (2) auflösen. (Nimmt man Trockenhefe, wird diese mit dem Zucker unters Mehl gemischt und das Salz im gesamten Wasser [(1)+(2)] aufgelöst.)
Alles zu einem Teig verkneten, ca. 5-10 Minuten.

Teiggehzeit: ca. 45 Minuten

In einem großen Topf Wasser mit 1 EL Zucker aufkochen und leise köcheln lassen.

Ofen auf 190°C Umluft vorheizen.

Teig kurz verkneten, in 16 Portionen teilen, pro Portion eine Kugel machen, mit dem Finger ein Loch bohren und zu einem Teigring formen.

Mohn und Sesam bereitstellen.

Wenn alle Bagels geformt sind, kommen sie nacheinander für ca. 1 Minute in das heiße Wasser, so daß die Bagels noch schwimmen können (3-4 Stück pro Durchgang). Zuerst sinken sie auf den Boden, aber nach ca. 1 Minute schwimmen sie oben.
Mit dem Schaumlöffel herausnehmen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und noch feucht bestreuen. Alle Bagels in dieser Weise verarbeiten.

Nun kommen sie für 22 Minuten in den vorgeheizten Backofen.

Sie lassen sich nach dem Abkühlen prima einfrieren.



Belegt werden die Bagels mit Frischkäse, Salat, Zwiebeln, Tomaten, Mozzarella und Lachs, Käse oder Schinken. Wer schafft es, den Bagel so voll wie möglich zu packen und nicht zu kleckern? ;)


Anstelle von Salat nehmen wir auch gerne Alfalfasprossen und jeder hat so seine Vorlieben, was draufkommt. Damit alles im Haus ist, wird der Bagel-Brunch vorsichtshalber im Kalender eingetragen. Die Bagel eignen sich auch prima, um mit anderen sein Mahl zu teilen.

World Bread Day 2016 - Roundup


Sonntag, 25. September 2016

Apfelkuchen vom Blech

Die Apfelzeit hat mal wieder begonnen und hier kommt ein schnell zubereiteter Kuchen, der ebenso schnell wieder weg ist.
Die Zutaten hat man im Haus und die Apfelmenge ist variabel. Je nachdem, wie man die Äpfel schichtet. Wenn man die Viertel nur einritzt und eng in den Teig legt, paßt eine ganze Menge auf den Kuchen, das macht ihn aber auch weicher.


Den Teig kennt ihr schon vom Tortenbodenrezept. Für ein Backblech habe ich ihn etwas abgewandelt. Man braucht:

120g Mehl (oder frisch gemahlener Weizen)
120g Zucker
6 EL Öl (Sonnenblume oder Maiskeim, Raps geht sicher auch)
50 ml Wasser
4 Eier
1 Pä. Backpulver
2 EL  Vanillezucker oder Zimtzucker
sowie
Äpfel, in Viertel geschnitten und geschält (ca. 1,5kg)
und 
Zimtzucker zum Bestreuen (etwa 5 TL)

Die Äpfel bereite ich vor und lege sie in Zitronen- oder Essigwasser, damit sie nicht so schnell braun werden.

Dann bereite ich einen Rührteig aus den Zutaten und gebe ihn auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Nun werden die Apfelviertel fächrig eingeschnitten und eng aneinander auf den Teig gelegt.

Das ganze wird dann bei 170°C Umluft ca. 20-25 Minuten gebacken. Nach dem Backen wird nach Belieben Zimtzucker auf dem Kuchen verteilt. 


Der Kuchen schmeckt schon warm aus dem Ofen himmlisch, man kann ihn aber auch noch am nächsten Tag essen (sofern noch was da ist) ;) Aufgrund der vielen Äpfel ist er relativ weich, dafür hat er nur ungefähr 127 kcal pro 100g.

Mittwoch, 24. August 2016

Omas Plätzchen

Die Zuckerschnecke wollte Waldtiere und einen Wald backen und was paßt da besser als die Mürbeteigkekse von meiner Oma? Der Teig ist je nach Ausstecher für das ganze Jahr geeignet, wir backen ihn nicht nur im Advent und an Ostern.

Einziger Nachteil, für "Standkekse" ist der Teig eher nicht geeignet, weil er ein klein wenig breitläuft beim Backen, große 3D-Tannenbäume sind es also keine geworden.
Aber dafür kann man prima Verzierungen damit zaubern, wie man an dem kleinen Zopf sieht und für Brot und Brötchen für den Kaufmannsladen ist der Teig bestens geeignet.


Als kleines Mädchen im Grundschulalter hab ich bei meiner Oma gesessen und während sie den Teig machte, eifrig mitgeschrieben.

Für kleine Haushalte:

250g Mehl (bitte durchsieben, dann wird es schön "griffig")
1 TL Backpulver
75g Zucker
1-2 TL Vanillezucker (ersatzweise eine Tüte Vanillin)
1 Pr. Salz (Pr. == Prise, die Menge, die man zwischen 3 Finger zu fassen kriegt)
1 Ei
125g Butter (Margarine würde ich nicht nehmen, das schmeckt dann billig)

Wir nehmen immer gleich die doppelte Menge.

Zubereitung (Originaltext):
Mehl und Backpulver auf ein Brett sieben, eine Vertiefung eindrücken, Zucker, Vanillezucker, Ei und Salz hineingeben, die Butter in Flocken auf dem Mehl verteilen und mit der Hand verarbeiten. Den Teig 1/2 Stunde kaltstellen, dann dünn ausrollen. Plätzchen ausstechen. Die Plätzchen werden auf einem schwach gefetteten Blech etwa 10 min bei guter Hitze gebacken.
Sehr gut!
Ein Backbrett haben die wenigstens heutzutage und Bleche fetten muß man dank Backpapier auch nimmer.
Also:

Aus den Zutaten in einer großen Rührschüssel einen Mürbeteig herstellen, man braucht keine Knethaken, geht ganz gut mit der Hand. Anstelle von Salz nehme ich gerne mein Bourbonsalz. Den Teig abgedeckt oder in Frischhaltefolie gewickelt 30 Minuten in den Kühlschrank stellen oder eben irgendwo, wo es  kalt ist. Auf bemehlter Unterlage ausrollen und Formen nach Wunsch ausstechen.
Backofen vorheizen auf Umluft 180°, Gas 3-4. Die Plätzchen auf mit Backpapier belegte Bleche legen und ca. 10 min backen. Sie dürfen nicht zu braun werden, hell bzw. ganz leicht angebräunt sind sie am besten.

Aufbewahrt werden sie nach dem Abkühlen in einer großen Blechdose.

Sie schmecken pur, eignen sich auch prima zum Verzieren mit Puderzuckerguß oder Schokoladenüberzug und Deko nach Wunsch.

Fröhliches Nachbacken !

Dienstag, 26. Juli 2016

Nudelsalat - unser Renner des Jahres

Wie immer im Sommer bleibt die Küche kalt ;) - wir essen kalte Nudeln mit oder auch ohne Gegrilltes dazu.

Eine liebe Freundin brachte diesen Salat zum Büffett mit und Mr. Muffin, mein Salatmuffel war begeistert. Er bat mich ganz dringend darum, dieses Rezept zu beschaffen und auch den Salat zu zaubern. Es braucht nur wenige Zutaten und keine Mayonnaise, was an heißen Tagen ganz klar für den Salat spricht.

Seit Mai hab ich ihn bestimmt schon 5mal hergestellt und für den Polterabend am Freitag bereite ich auch eine große Schüssel vor. Nur mit Fotos ist es schwierig, der Salat ist immer so schnell weg, ich habe noch keines mit Spaghetti und Käse, dabei hab ich die Variante auch mindestens 3mal gemacht.

Man kann den Salat auch veganisieren, statt des Käses habe ich Lauchzwiebeln beigemischt, weil ich veganen Käse unnatürlich finde.

Vegane Variante mit Fadennudeln und Lauchzwiebeln
Die Ölmenge ist jedem selbst überlassen, ich finde 100ml schon reichlich, aber eine genaue Mengenangabe hatte ich nur zu Spaghetti (500g) und Käse (400g).

Man braucht:

- 500g Spaghetti, die in kleine Stücke gebrochen werden (Fadennudeln hab ich ausprobiert, waren aber zu dünn und klebten mehr - oder man muß mehr Öl nehmen, mit Farfalle hab ich auch probiert, die waren zu mächtig)

- 400g Käse (Grünländer, Gouda, Emmentaler oder eine andere nicht zu milde und nicht zu würzige Sorte - mit Gouda hat man ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, Emmentaler ist etwas zu mild, Bergkäse war zu würzig.)

- viel Olivenöl, ich habe mich mit Ausprobieren auf 100ml eingeschossen

- viel Schnittlauch, hier nehme ich 150g TK-Schnittlauch, das spart Zeit und den hab ich auf Vorrat

- 5-7 Zehen Knoblauch

- Salz und Pfeffer



Zubereitung:

Nudeln in Salzwasser gar kochen, abschrecken und in eine große Schüssel geben. Öl und Schnittlauch dazu geben und gut vermischen, die Nudeln sollen nicht aneinander kleben.
Knoblauch schälen und entweder gepreßt oder kleingeschnitten unter den Salat mischen.
Käse grob reiben oder wenn man Scheiben nimmt, diese in feine Streifen schneiden und zum Salat geben. Mit Salz und Pfeffer würzen - gut vermischen und durchziehen lassen.
Für die vegane Variante den Käse durch Lauchzwiebeln oder halt Käseersatzprodukt ersetzen.
Die Lauchzwiebeln sind auch optional zum Käse zu verwenden, wenn man es würziger mag.

Der Salat hält sich auch einige Tage im Kühlschrank frisch, wenn man nicht so viele Personen zum Mitessen vorrätig hat. ;)

Montag, 27. Juni 2016

Erdbeerquark

Die Erdbeerzeit ist schon fast wieder rum, dieses Jahr gab es einige Körbe voll dieser kleinen leckeren Früchte. Lustigerweise kamen die Körbe meistens gleichzeitig und wollten schnell verbraucht werden.
Immer nur gezuckerte Erdbeeren ist auf Dauer langweilig, wir haben noch viel mehr daraus gemacht. Ein schnelles einfaches Rezept für eine große Schüssel leichten rosa Genuß möchte ich Euch hier vorstellen.



Man braucht

500g Erdbeeren, geputzt und mit
2 EL Vanillezucker püriert,
1-1,5kg Quark,
1 Becher (200g) Sahne,
nach Belieben noch Zucker

Einfach alles in einer großen Schüssel mischen, die Sahne kann, aber muß nicht steif geschlagen sein. Wem es nicht süß genug ist, der muß halt mehr Zucker nehmen, aber wir hatten wunderbar reife Früchte.

Perfekt für ein Partybüfett oder für mehrere Personen an einigen Tagen ein leckeres Dessert, der Quark hält sich ein paar Tage im Kühlschrank.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Gugelhupf - bester Rührkuchen

Dieser Kuchen fehlt momentan auf keiner Geburtstagstafel und wird auch zwischendurch öfter mal gebacken, entweder gleich im Doppelpack oder auch als Muffins. Das erste Mal gebacken hab ich ihn vor 3 Jahren.


Das Originalrezept ist wieder mal ;) vom Chefkoch, ich habe mir einige Kommentare zu Herzen genommen und mein gelingsicheres Rezept daraus gemacht.


Das Rezept reicht entweder für eine große Rohrbodenform (28cm) oder für meine beiden Gugelhupfformen (siehe die beiden Bilder oben),  oder für 24 große Muffins (2 Bleche) oder eine große Kastenform oder 3 Bleche Minimuffins.



Zutaten:

250g weiche Butter (zimmerwarm, man sollte also ein wenig vorher wissen, daß man diesen Kuchen backen möchte und das Stück Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen)
200g Zucker
1 Päckchen Finesse Vanille (das ist der einzige Kuchen, für den ich das kaufe, man kann auch Vanillezucker nehmen, aber ich finde, Finesse gibt genau das Aroma, was diesen Kuchen so besonders macht)
1 Pr. Bourbonsalz
5 Eier
150 ml Milch (also mehr als im Originalrezept angegeben, dadurch wird der Kuchen wunderbar locker und ist nicht so trocken)
325g Mehl
50 g Speisestärke oder Kartoffelmehl
1 Pä. Backpulver
100g (halbe Packung) Schokoblättchen (Schokotropfen verteilen sich nicht so gut, aber Raspelschokolade kann man notfalls auch nehmen)

Fett und Semmelbrösel für die Kuchenform (oder Muffinpapier für die Muffinbleche)

Zubereitung:

Die Formen einfetten und ausbröseln. Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.
Butter mit Zucker, Finesse und Bourbonsalz, schaumig rühren, die Eier dazugeben, gut rühren, dann die Mehl-Backpulvermischung und die Milch unterrühren und zuletzt kurz die Schokoblättchen. In die Formen füllen und ca. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe). Wenn man Muffins bäckt, beträgt die Backzeit nur ca. 20 Minuten und eine große Kastenform braucht etwas länger (ca. 60 Minuten).

In der Form ca. 10 Minuten abkühlen lassen und dann auf einen Teller stürzen. Ganz auskühlen lassen und mit ca. 1-2 TL Puderzucker bestäuben, Glasur braucht dieser Kuchen nicht. 










Montag, 25. April 2016

XXX-Quark-Sahne-Torte mit Frischkäse

Diesen Monat kommt mal wieder ein schnelles Tortenrezept, auch ein beliebter Klassiker, der immer wieder anders wird. Abgesehen vom dreiteiligen Wiener Boden (den man auch selber machen kann) habe ich immer alles auf Vorrat.

Lieblingsvariante mit Pfirsich
Das XXX steht übrigens für die fruchtige Note, also z.B. Pfirsich-, Kirsch- oder Holunder-  oder oder oder (mit Erdbeeren und Waldmeister hab ich sie auch schon gemacht).

Wer gerade keine Früchte da hat, nimmt nur Sirup. Unsere interne Familienliste der Lieblingstorte wird angeführt von Pfirsich, danach kommt Kirsch mit dunklen Böden und Holundercremetorte aus Holunderbeersirup ist auch sehr lecker.

Holundercremeherz zum Valentinstag
Für eine Torte braucht man:

Wiener Boden (bestehend aus 3! Böden) oder halt 3 selbstgebackene Böden
1-2 Packungen (a' 200g) Frischkäse Natur
500g Magerquark
2 Becher (a' 200g) Schlagsahne
4 TL Sanapart 
und entweder
100ml Sirup (Sorte nach Belieben)
oder eingemachte Früchte (1 Dose Pfirsiche, 1 Glas Kirschen, ...) und ein wenig Zucker zum Süßen der Creme
plus evtl. Sachen zur Verzierung der Torte

Zum Kindergeburtstag mit Waldmeistersirupcreme
Die Zubereitung geht ganz fix, man rührt den Frischkäse mit Sirup und Quark zu einer Creme, (wenn man Früchte hat, kommt ein Teil des Saftes und Zucker nach Belieben anstelle des Sirups in die Creme). Die Sahne wird mit Sanapart steifgeschlagen und unter die Creme gehoben.

Auf eine Tortenplatte legt man Tortenpapier und eine Pappunterlage, gibt einen Boden darauf und stellt einen Tortenring drum herum. Nun kommt etwas Creme auf den Boden, darauf evtl. die Früchte und noch ein wenig Creme auf die Früchte, sodaß die Oberfläche eben wird. Nun kommt der nächste Boden drauf, wird mit Creme bestrichen und zuletzt der 3. Boden. Er wird auch mit Creme bestrichen und nach Belieben garniert.

Die Torte kühlstellen (mindestens 1-2h), dann kann man sie anschneiden. Wir haben eine Tortenplatte, die von unten mit Eisakkus gekühlt werden kann, die ist ideal für die Torte. Sie schmeckt auch am nächsten Tag noch, aber dann sind die Böden ziemlich weich geworden.

Diese wurde nur mit Pfirsichsirup zubereitet
Durch die Quark-Frischkäsecreme wirkt sie leicht. Außerdem ist sie ein beliebter Blickfang auf der Kaffeetafel.



Montag, 21. März 2016

Frühlingstorte - meine erste Buttercremetorte

Beim Durchblättern von Omas Backbuch fiel mir ein Schreibmaschinenrezept auf dünnem Pergamentpapier auf, das heißt "Bunte Torte". Es sind nur Mengenangaben und ganz spärliche Hinweise, wie "jeden Boden einzeln backen", "nach dem Abkühlen mit Creme füllen" darauf. Statt Mehl nimmt man Puddingpulver, hörte sich gut an für Kindergeburtstage und frau hat ja ein bissl Backerfahrung. Nur Buttercremetorte hab ich noch nie gebacken - bis jetzt (und fand es gar nicht so schwer).
Außerdem mag die Zuckerschnecken-Bastelfee sehr gerne Torte.



Also hab ich mal das Puddingregal im Einkaufsmarkt inspiziert und so tolle Sachen wie Pistazienpudding, Heidelbeerpudding, Zitronenpudding und noch mehr gefunden.

Im Original-Rezept gibt es einen hellen Boden, einen braunen und einen roten aus Himbeerpudding. Das Angebot war früher auch ein klein wenig anders, um nicht zu sagen, recht spärlich.

Für den ersten Versuch hab ich mich an grün und lila getraut, passend zum Frühling.

Der grüne Boden wurde in einer 24er Springform gebacken, den Lila-Teig hab ich auf ein Blech gestrichen und nach dem Backen zugeschnitten. Der eine Teig war zu dick, der andere zu dünn und nach dem Backen zu fest, ich denke, eine 26er Form wäre die beste Variante.

Es wurde eine kleine 18er Torte mit ein paar Resten zum Naschen.

Ausreichend lange vorher 250g Butter in einer Schüssel auf Zimmertemperatur erwärmen.

Für einen Boden braucht man:

2 Pä. Puddingpulver (Sorte nach Belieben, grün war Pistazie, lila Heidelbeer)
1 gestr. TL Backpulver
75g Zucker
75 ml Öl
2 Eier, Größe M

Nacheinander in einer mit Backpapier belegten Form ca. 20 Minuten bei 170°C Umluft backen.

Die Buttercreme besteht aus

250g Butter, weich
150g Zucker (war mir zu süß. kann man noch variieren)
500ml Milch
1 Pä. Puddingpulver Zitrone

Aus Milch und Puddingpulver einen Pudding kochen und abkühlen lassen.

Wenn alles ungefähr die selbe Temperatur hat, wird die Butter erst mit dem Zucker schaumig gerührt und der Pudding dann löffelweise druntergerührt.


Nun die Böden mit Buttercreme bestreichen, übereinander setzen und außenrum auch noch Buttercreme streichen. Über Nacht kühl stellen, nach Belieben verzieren und genießen.

Meine Variante war so, daß ich aus dem grünen Boden einen 18er Boden geschnitten habe und aus dem Lilablechkuchen (fast) 2mal 18er Kreise bekommen habe. Aus den Resten wurden noch 3 Schmetterlinge, 4 Herzen und einige kleine Stücke, aber es war auch noch Buttercreme übrig. Beim Naschen störte es, daß man die Zuckerkrümel rausgeschmeckt hat, aber nach dem Durchziehen waren keine mehr zu merken, sodaß ich mir unsicher bin, ob man den Zucker mit in den Pudding rühren muß oder unter die Butter. Das Rezept sagte dazu nichts aus.

Wie es mit einer größeren Torte ausschaut, muß ich noch demnächst probieren, der erste Versuch kam jedenfalls gut an und war ratzfatz weg.

Montag, 29. Februar 2016

Tortenboden - Grundlage für leckere Obsttorten oder schneller Kuchen

Heute gibt es mal wieder ein Kühlschrankrezept ( = Rezept, welches auf einem kleinen Zettel an der PinnwandKühlschranktür hängt )


Die Zutaten hat man eigentlich immer im Haus, es geht schnell und einen Tortenboden braucht man öfter ;)

Es ist ein typisches Schwiegermutterrezept ohne Grammangabe, vorher hab ich die Tortenböden immer gekauft, nun kann ich je nach Mehlsorte variieren (mit Vollkornmehl schmeckt es etwas nussiger), Schwiemu nimmt Dinkelmehl, meinereiner ganz normales Mehl oder halt frischgemahlenen Weizen, hab auch schon mal Hirse gemahlen und gebacken, wurde ein schöner gelber Boden.

Man braucht

6 EL Mehl (oder ca. 50g Weizen, gemahlen)
4 EL Zucker
3 EL Öl (Sonnenblume oder Maiskeim, Raps geht sicher auch)
2 EL Wasser (bei Vollkornmehl auch 3)
2 Eier
1/2 Pä. Backpulver
1 EL  Vanillezucker

Die Tortenbodenform einfetten und ausbröseln. Wichtig, der Ofen darf NICHT vorgeheizt sein, da wird es nichts.

Alles zusammenrühren, in die Form geben und 20 Minuten bei ca. 170°C backen.

In der Form abkühlen lassen, dann stürzen und nach Belieben belegen.

Kleiner Tipp für Apfel-/Pflaumen- oder Obst-kuchen:

Man kann den Teig auch in eine (gefettete) Springform geben, das vorbereitete frische Obst (Apfelspalten, halbe Pflaumen, Bananenscheiben oder ...) darüber geben, evtl. Zucker oder Zimtzucker drüber streuen und dann backen. Nach ca. 15 Minuten auf den Kuchen einige Butterflöckchen geben und noch 10-15 Minuten weiterbacken. (Stäbchenprobe)

Lecker schmeckt auch Teig aus Hirsemehl mit Bananenscheiben und Kokosraspel obendrüber. Ein wenig Schlagsahne dazu - hmmmm :)

Nur Fotos hab ich keine weiteren gefunden.




Mittwoch, 20. Januar 2016

Der dicke fette Pfannkuchen

Es war einmal ... so fangen häufig Märchen an. Eins der Lieblingsmärchen unserer Zuckerschnecke ist dieses:

"Es waren einmal drei alte Frauen, welche gerne einen Pfannkuchen backen wollten ... da sprang der Pfannkuchen aus der Pfanne ... und lief kantapper kantapper in den Wald hinein ..." - ungezählte Male vorgelesen und irgendwann bekundete die Zuckerschnecke den Wunsch, so einen dicken fetten Pfannkuchen essen zu wollen. Im Urlaub an der Weser hab ich einen leckeren mal gekostet (die Kinder haben nichts übrig gelassen), aber selber backe ich eher dünne Eierkuchen, die man füllt und rollt.


Meine Kochbücher geben auch nicht so richtig Auskunft, dabei hab ich doch einige, also selbst probieren (so schwer kann es ja nicht sein ;) - Ei, Mehl, Milch und Fett für die Pfanne, so heißt es im Märchen.

Für einen dicken fetten  Pfannkuchen braucht man

100g Weizen, gemahlen oder Mehl
2 Eier
1 EL Zucker
1 Pr. Bourbonsalz
1/4 l Milch

und Öl für die Pfanne


Öl in der großen Pfanne (28cm) erhitzen. Alle Zutaten mit dem Schneebesen zu einem glatten, dünnen Teig rühren und diesen in die Pfanne geben. Am besten mit Deckel backen, sonst ist der Teig unten angebrannt und oben noch flüssig.


Wenn man lange genug brät (bäckt), dann wölbt sich der Teig nach oben und es sieht so aus, als wolle der dicke fette Pfannkuchen aus der  Pfanne hüpfen.

Mit Apfelmus oder Marmelade genießen.


Gestern habe ich für Mr. Muffin und Fräulein Bagel einen noch dickeren Pfannkuchen gebacken und die doppelte Menge genommen, die Garzeit war dann auch fast doppelt so lang und es reichte noch für die Zuckerschnecke mit, aber 2 einzelne zu backen wäre besser gewesen. Dazu gab es ein Glas Himbeer-Jochelbeer-Marmelade.

Wenn ihr auch Rezepte für dicke fette Pfannkuchen habt, dann immer her damit.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Unsere Soljanka

Das Jahr neigt sich dem Ende, die Planungen und Vorbereitungen für das diesjährige Silvesterbüfett (Kinderbowle wird auch wieder angesetzt) laufen und diesmal schafft es ein Klassiker mit dabei zu sein - Soljanka.


Jeder macht sie anders und auch hier schmeckt sie nicht immer gleich. Es gibt ein paar Zutaten, die müssen sein und der Rest nach Lust, Laune und Vorrat ;) - Soljanka ist eine prima Resteverwertungssuppe.

Das Fazit unserer kleinen Zuckerschnecke lautet: Die Suppe sieht lustig aus.


Aber nun zu den obligatorischen Zutaten für unsere Soljanka. Da stehen an erster Stelle Wiener Würstchen, dicht gefolgt von Gulaschfleisch. Ein weiteres Muß sind Zwiebeln, saure Gurken, Knoblauch und passierte Tomaten (oder Tomaten in der Dose) und ein gut gefülltes Gewürzregal. Der Rest wird je nach Gusto variiert. Manchmal kommt auch Paprika und Zucchini mit in die Suppe, wenn man hat, andere Wurst- oder Schinkenreste. Einzig Kartoffeln (finde ich) haben in einer Soljanka nichts zu suchen.

Es werden bewußt keine Mengen angegeben, die sind nämlich auch immer wieder anders, mal mehr mal weniger (als kleiner Tipp für Anfänger würde ich 300g gemischtes Gulaschfleisch nehmen, ca. 6 Wiener, 1-2 Tetrapaks passierte Tomaten, 2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, einige saure Gurken, Wasser, Gewürze und Fett zum Braten)

Zunächst brät man das kleingeschnittene Gulaschfleisch in Fett an. Da beginnen schon die Variationen. Man kann Margarine oder Öl zum Braten nehmen oder man läßt Speck aus und brät das Fleisch im Speck. Danach kommen die in Scheiben geschnittenen Würstchen hinzu, gewürfelte Zwiebeln und gepreßter Knoblauch.  Die passierten Tomaten hinzugeben und mit heißem Wasser zur gewünschten Menge Suppe auffüllen. In Scheiben geschnittene saure Gurken dazugeben, einen Schuß Gurkenwasser auch dazu und dann gut würzen mit etwas Kräutersalz und euren Lieblingsgewürzen z.B. Majoran, Petersilie, Paprika, Bohnenkraut, Oregano, Thymian, Kerbel, Liebstöckel, Kardamom, Koriander, Pfeffer, Dill und was euer Gewürzregal so hergibt.


Etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Soljanka läßt sich sehr gut aufwärmen und schmeckt gerade in der kalten Jahreszeit am besten.

Dazu ein Butterbrot - mehr braucht es nicht :D)

Für die Vegetarier, wer richtig gut und herzhaft würzen kann, Soljanka schmeckt auch mit Tofu, wir hatten in Studentenzeiten öfter Soljanka mit Tofu gekocht.

Nachtrag (2.1.2016): Die Silvestersoljanka beinhaltete Entenfett zum Fleisch anbraten und die Entensoßereste des Weihnachtsbratens als kulinarisches Extra, an Gemüse kamen Paprika und eine Stange Lauch hinzu, die obligatorischen Würstchen, saure Gurken, Zwiebeln und ca. 600g Rindergulasch sowie ein Päckchen passierte Tomaten und eine Dose Pizzatomaten - heute haben wir zu Mittag die letzten Reste unserer Soljanka gegessen, 

Dienstag, 24. November 2015

Quittenkonfekt (Quittenbrot) - Slow food für die Advents- und Weihnachtszeit

Noch sind ein paar geerntete Quitten  im Umlauf, unsere sind schon alle verarbeitet und meine Backbleche, die ich eigentlich für die Weihnachtsbäckerei brauche, sind noch belegt.


Eine selbstgemachte Köstlichkeit, die gerne auch zu Weihnachten verschenkt wird, ist Quittenkonfekt, oder wie wir sagen: Quittenbrot. Alle mögen es (nur mir ist es zu süß).


Mal nicht schnell gemacht, aber dafür auch lange haltbar und etwas besonderes. Es braucht Zeit und Liebe dafür, um aus den harten Qitten dieses Konfekt zu bekommen.

Heute verrate ich euch, wie wir es herstellen. Die Quitten (kleingeschnitten und ohne Blüte) werden in Wasser ca. 20 Minuten weichgekocht. Das Quittenwasser wird in Schraubflaschen gefüllt und aufbewahrt (man kann leckeres Quittengelee daraus kochen), die weichen Früchte rührt man entweder durch ein Sieb oder man nimmt die "flotte Lotte" dafür.

Das so entstandene Quittenmus portioniert man. Ein Kilo Quittenmus und 1 kg Zucker werden in einem großen Topf gemischt und auf kleiner Flamme wieder zum Köcheln gebracht. Ständig umrühren, das Mus spritzt sonst nach allen Seiten. Nun ca. 30 Minuten leicht köchelnd rühren, damit jede Menge Wasser entweichen kann.

Nun wird das so eingedickte Mus auf ein mit Pergament- oder Backpapier belegtes Blech gestrichen. Abkühlen lassen, evtl. noch ein Pergamentpapier oben drauf und einige Tage (bis zu Wochen) trocknen lassen.

Dann in Stücke schneiden, in Zucker wälzen, weiter trocknen lassen und wenn man meint, es ist trocken genug, dann kann man es verpacken. Wir geben es in Haushaltsdosen und schütten noch Zucker drüber. Es könnte sich Jahre halten (wenn die Naschkatzen nicht wären).

Für Weihnachten nehme ich es aus dem Zucker raus, verpacke es in kleine Zellophantüten mit einer bunten Schleife und fertig ist eine liebevolle Nascherei.

Freitag, 16. Oktober 2015

Einfaches Bierbrot für den 10. WBD

Wie die Zeit vergeht -  es ist schon wieder Weltbrottag, der 10. - wow! Wir hatten nach den sommerlichen Grillparties noch einige Flaschen Bier rumstehen und die passen, flüssiges Brot ;), perfekt in einen Brotteig.

Ein Rezept mit Brühstück und Schwarzbier findet ihr hier, diesmal ist es ein ganz einfaches Brot mit Pilsener. Naja, ein wenig Zeit braucht man schon wegen der Autolyse.

Der Teig fühlt sich relativ feucht an, aber das muß so sein. Dieses Brot schmeckt auch noch nach ein paar Tagen frisch.


Für 2 große Kastenformen aus Emaille braucht man

1 - 1,2 kg Sauerteig (am Abend vorher angesetzt mit 200g Weizensauer (Brothermann) + 500ml lauwarmes Wasser + 500g Weizenvollkornmehl)

500 g Weizenvollkornmehl (1)
500 ml Pilsener

500 g Weizenvollkornmehl (2)
250 ml lauwarmes Wasser
3 TL Salz

etwas Fett für die Emailleformen


Am Abend vorher (oder ca. 8h früher) den Sauerteig ansetzen, morgens dann das frisch gemahlene Mehl (1) mit dem Bier verrühren und 2 Stunden in einer großen Teigschüssel abgedeckt stehen lassen (Autolyse).
Jetzt das Salz im lauwarmen Wasser auflösen, alle Zutaten, auch Mehl (2) in die große Schüssel geben und solange kneten bis ein einheitlicher Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst.

Teigruhe ist ca. 30 Minuten. Währenddessen werden die Kastenformen eingefettet. Nun wird der Teig ein paar Mal per Hand gefaltet, dann halbiert und auf die Formen verteilt.
Stückgare ist ca. 1 Stunde. Evtl. schon nach 45 Minuten den Backofen auf 250°C Umluft vorheizen.

Nach der Stückgare wird das Brot oben eingeschnitten und mit Wasser besprenkelt. Nun kommt es in den heißen Backofen.

Nach 10 Minuten wird die Temperatur auf 220°C zurückgedreht und die Backofentür kurz geöffnet (Schwaden ablassen).

Die Temperatur wird nach weiteren 10 Minuten auf 200°C gedreht und wieder ganz kurz die Backofentüre geöffnet. Nochmal 10 Minuten backen und dann die Temperatur auf 180°C zurückdrehen.

Nun noch weitere 30 Minuten backen.


Montag, 28. September 2015

Möhrensalat

Diesen Monat gibt es  mal ein Rohkostrezept für Euch. Frische Möhren gibt es momentan überall und so ein Salat wertet die Mittagsmahlzeit auf oder eignet sich als Snack zwischendurch.



Das leuchtende Orange paßt gut zum Herbst und wie immer geht es ganz einfach. Ihr braucht

1kg Möhren,
2-3 Äpfel,
1 Handvoll Rosinen,
ca. 30g Mandeln (gehobelt, gehackt oder gestiftet),
etwas Zimtzucker,
Gewürze (Nelke, Kümmel) nach Bedarf und nur ganz wenig und
1-2 EL Zitronensaft sowie
2-4 EL neutrales Öl, wir nehmen entweder Maiskeim- oder Rapsöl.

Möhren schälen und raspeln, die Äpfel dazuraspeln, Zitronensaft drüberträufeln, Zimtzucker und nach Bedarf Gewürze drüberstreuen, Rosinen und Mandeln dazu geben. Über alles das Öl verteilen und gut durchmischen. In ein verschließbares Gefäß geben und im Kühlschrank einige Stunden durchziehen lassen.

Der Salat läßt sich einige Tage im Kühlschrank aufheben, man kann sich jeden Tag eine kleine Menge davon rausnehmen. Das kommt bei uns aber nur vor, wenn ich die 2-3fache Menge zubereite.

Wie ihr anhand der Zutaten sehen könnt, gibt es hier noch die Stichworte vegetarisch bzw. vegan dazu ;)