Samstag, 4. November 2017

Lauchsuppe mit Frischkäse

Herbstzeit ist Suppenzeit. Draußen kann es stürmen, regnen oder schneien, in der Kirschfrauküche wärmt eine Suppe schnell alle Mann auf und den Kater noch dazu.

Eigentlich ist Lauchsuppe unser Silvesterklassiker und es gehörten für mich immer Champignons dazu, aber neulich waren wir zu Besuch und es gab eine Käse-Lauch-Suppe ohne Pilze. Mr. Muffin hatte kräftig zugelangt, was ich so nicht gewöhnt war. Die Suppe machte Lust auf mehr davon, die Zutaten waren gerade im Angebot und dann hab ich doch tatsächlich den Schmelzkäse vergessen zu kaufen.

Im Kühlschrank gab es noch ausreichend Frischkäse und ein Rest vom geriebenen Käse und so wurde flugs ein neues Rezept ausprobiert und für gut befunden.



Man braucht für ca. 10 Portionen

etwas Fett zum Anbraten

ca. 500g Hackepeter (Mett) vom Fleischer eures Vertrauens, hat den Vorteil, schon gewürzt zu sein, Nachteil sind die Kümmelkörner, die von den Kleinen dann ausgepickt werden,

1 kg Lauch (Porree)

600g Frischkäse natur

100-200g geriebener Emmentaler oder anderer Käse

1-2 Liter Wasser und bei Bedarf noch 1-2 TL Brühe oder Salz

Muskat zum Würzen

Zubereitung

Das Fleisch in heißem Fett braten, bis es durch und krümelig ist, währenddessen den Lauch putzen und in Ringe oder Viertelringe schneiden, dann dazugeben, kurz anbraten und mit heißem Wasser und Brühe auffüllen. 2 Lorbeerblätter dazu. Wenn es kocht, den Käse unterrühren und schmelzen lassen, mit Muskat abschmecken und mind. 20 Minuten köcheln lassen.

Diese Suppe schmeckt mit jedem Aufwärmen besser, deshalb ruhig vorkochen und bei Bedarf aufwärmen.

Wenn man ungewürztes Fleisch nimmt, dann gehört natürlich noch Kümmel, Nelke, Pfeffer und Wacholder dazu, die pack ich in ein Tee-Ei und laß sie mitköcheln, dann stören sie keinen beim Essen. Spätestens zu Silvester gibt es sie wieder. ;)

Montag, 16. Oktober 2017

Hirse-Weizen-Brot für den 12.WBD

Zorra vom Kochtopf wünscht sich für den 12. WorldBreadDay ein richtiges echtes Brot.  Ohne Schnickschnack und künstliche Zusätze. Getreide, Wasser und Salz reichen aus. Hefe braucht ein gutes Brot auch nicht, wenn man Sauerteig nimmt ;) Der wird schon am Abend vorher angesetzt (Anstellgut dafür steht im Kühlschrank). Meist backe ich gleich 2 Brote und nehme die doppelte Menge. Durch das Hirse-Brühstück bleibt das Brot lange frisch.

Für eine große Form (30cm Kasten):

125 g Hirse

200 g Wasser (1)

500 g Weizen, frisch gemahlen

250 g Weizensauerteig

1 geh. TL Salz

250 ml Wasser

Zubereitung:

Wasser (1) im Topf aufkochen. Die Herdplatte ausmachen, die Hirse einstreuen und ca. 1 Stunde ausquellen lassen.

Alle Zutaten miteinander vermengen und ca. 8 Minuten kneten.

30 Minuten Stockgare, dann nochmals kneten, formen und in die gefettete Form legen.

Ca. zwei Stunden Stückgare (bis der Teigling sich deutlich vergrößert hat), Ofen vorheizen ca. eine halbe Stunde vor Gehzeitende auf 250°C.

Den Teigling mit Wasser einsprühen und in den Ofen schieben.

Dann bei 250 Grad bei fallender Hitze ca. 70 Minuten im Backofen abbacken. D.h. nach 10 Minuten die Temperatur auf 220°C zurückdrehen und kurz die Ofentür öffnen, um den Wasserdampf heraus zu lassen (Schwaden). Nach weiteren 10 Minuten auf 200°C runterstufen und nach nochmals 10 Minuten auf 180°C zurück. Dann noch ca. 40 Minuten backen.

Auf die anderen Beiträge vom WeltBrotTag bin ich schon gespannt.


World Bread Day, October 16, 2017

Mittwoch, 27. September 2017

Johannisbeer-Quarkkuchen - ein rosa Mädchentraum

Quarkkuchen wird hier immer gerne gegessen, das Klassikerrezept kennt ihr ja schon. Neulich wollte ich mal was anderes ausprobieren und hab den Grieß durch Zitronen-Puddingpulver ersetzt und noch für die Fluffigkeit Sahne beigegeben. Zitronensaft und -schale waren eh gerade nicht vorrätig. Die Reaktion der Familie war: "Dein Quarkkuchen schmeckt diesmal irgendwie anders." Kein Wunder, oder? ;-)

Diesmal hab ich Johannisbeerpuddingpulver genommen und gleich ein ganzes Blech gebacken. Es wurde wunderbar rosa und die kleinen und großen Mädchen waren begeistert (die Fraktion des DeinQuarkkuchenSollBitteGenausoWieImmer sein hat aber auch fleißig mitgegessen).


Für ein Blech habe ich gebraucht:

125g Butter, zimmerwarm
300g Zucker,
1kg Quark ,
1 Becher (200g) Schlagsahne,
6 Eier,
3 Pä. Puddingpulver Johannisbeergeschmack (oder andere Sorte, Zitrone schmeckt auch lecker, mit Vanillepuddingpulver ist es eher klassisches Rezept),
1 Backpulver
1 Pr. Salz
nach Belieben noch bunte Zuckerkristalle und Puderzucker

Zubereitung:

Ofen auf 170°C vorheizen.
Die Eier trennen in Eiweiß und Eigelb. Das Eiweiß mit Salz steifschlagen und beiseite stellen.
Nun Butter, Zucker und Eigelb verrühren, Quark und Sahne unterrühren und dann das mit Backpulver vermischte Puddingpulver.
Zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und ca. 45 Minuten backen.
Nach Belieben noch warm mit bunten Zuckerkristallen und Puderzucker bestreuen.
Evtl. kurz vor dem Servieren nochmal mit Puderzucker bestreuen, ich hatte ihn abends gebacken und am nächsten Tag waren die bunten Kristalle wunderbar zerlaufen und der Staubzucker weg.


Es gibt auch noch andere farbige Puddingpulver mit Geschmack, man kann noch bischen weiter experimentieren. ;-)

Freitag, 25. August 2017

Kerstins Zucchini Bread - ein alter Klassiker

Habt ihr auch manchmal so Riesenklopper von Eurer Zucchiniquelle? Zur Zeit freut sich Schwiegermama, wenn ich ihr all die großen Früchte abnehme, die jede Woche ihre Vorratskammer bevölkern, kurz gesagt, auch hier ist die Zucchinischwemme angekommen.
Ein wunderschön einfaches Rezept mit viel Zucchini ist Kerstins Zucchini Bread. Seit fast 15 Jahren kenne ich es und backe es regelmäßig. Zucchinikuchenbrot trifft es besser und für die angeblichen Zucchiniallergiker(nichtmöger) nennen wir es Früchtebrot, dann schmeckt es den beiden Damen auch.
Schnell gemacht und trotzdem SlowFood, man braucht 2 Stunden zum Backen und sollte es gut in den Formen abkühlen lassen, dafür hält es ein paar Tage.


Der Teig reicht für eine 30er und eine 25er Kastenform, ich habe ihn auch schon in meiner Riesenkastenform gebacken, aber 2 Formen sind besser, da kann ich ein Teil erstmal in eine Dose verpackt kühl stellen.


Man braucht

750g geraspelte Zucchini, mit Schale, (es kann auch bischen weniger sein, gestern wog der Klopper nach dem Entfernen des faserigen Fruchfleisches 685g, nur mehr wie 750g sollten es nicht sein, sonst kann das Brot zu weich werden)

250ml Öl,

300g Zucker,

3 Eier, etwas verschlagen,

1 Vanillinzucker bzw. 1 EL Vanillezucker selbstgemacht,

1 TL Salz,

750g Mehl,

1 1/2 -2 Pä. Backpulver,

1 geh. TL Zimt,

1/2 TL Ingwer, (statt Zimt und Ingwer kann man auch gut Gingerbread-Gewürz oder anderes Lebkuchengewürz nehmen)

250g Rosinen,

250g Nüsse, gehackt - je nach Vorrat, Walnüsse, Haselnüsse -  ich nehme auch gerne eine Mischung aus gehobelten, gehackten und gemahlenen Mandeln.


Zubereitung:

Den Ofen auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die beiden Kastenformen einfetten. Ausbröseln braucht man sie nicht.

Zucchini mit Zucker, Salz, Vanillezucker, Öl und Eiern vermischen. Mehl, Gewürze und Backpulver dazu geben und alles ca. 5 Minuten gründlich vermischen.

Nun Rosinen und Nüsse unterrühren und den Teig auf die beiden Formen verteilen.

2 Stunden backen und unbedingt in der Form abkühlen lassen.


Dieses Kuchenbrot schmeckt hervorragend mit Butter.

Man kann auch prima Kürbis anstelle der Zucchini nehmen.


Donnerstag, 27. Juli 2017

Gurkensalat - schnell und lecker

Sommerzeit ist Gurkenzeit. Solange das Wetter mitspielt, gibt es jeden Tag frische Gurken aus Nachbarins Garten. Am liebsten schnurpse ich sie ja so weg, in Scheiben geschnitten zu Brot oder Brötchen.
Manchmal sind es etwas mehr Gurken und es wird ein Salat daraus gezaubert. Der geht schnell und einfach. Wer frische Kräuter hat, nimmt die, aber ich bin eher die Köchin und nicht die Gärtnerin und bewahre die Kräuter dann streufertig im Froster auf. Ganz lecker schmeckt der Salat mit Himbeeressig, den haben wir geschenkt bekommen und ich finde ihn leckerer als weißen Balsamico oder Quittenessig.


Frische Gurken aus Nachbarins Garten braucht man auch nicht zu schälen, abwaschen reicht aus. Man braucht

ein paar Gurken, Menge nach Bedarf, für ca. 4-5 Portionen nehm ich 3 kleine und eine große Gurke

eine Zwiebel, mittlere Größe, fein geschnitten,

Meersalz oder euer Lieblingssalz, bei mir ist es selbstgemachtes Regenbogensalz mit Blüten und Kräutern drin,

Pfeffer,

frische Kräuter, gehackt oder streufertig aus dem Tiefkühler, für meinen Salat nehme ich etwas Dill, doppelt soviel Petersilie und ebenso Schnittlauch,

2 EL Essig nach Wahl, Himbeeressig oder weißer Balsamico,

3 EL mildes Olivenöl.


Die Gurken waschen, die Enden abschneiden und die Gurken auf dem Gurkenhobel in eine Schüssel hobeln. Salz darüberstreuen, Kräuter zugeben und mit Pfeffer würzen, alles vermischen.

Essig und Öl in einer Tasse mit Löffel oder Gabel verschlagen und das Gemisch über die Gurken gießen. Nochmal durchmischen und der Salat ist fertig. Frisch schmeckt er super, er hält sich auch eine kurze Zeit im Kühlschrank.




Dienstag, 27. Juni 2017

Nudel-Pesto-Salat

Letztes Jahr habe ich einen leckeren Nudelsalat gepostet, dieses Jahr kommt ein anderes Rezept. Fräulein Bagel hat es mitgebracht und ich finde, man kann es prima variieren. Vor allem ist es sehr schnell zubereitet und schmeckt auch warm schon. Jedenfalls ist die Salatschüssel immer ziemlich schnell leergefuttert.


Man braucht

500g Nudeln (probiert aus, welche Sorte die beste für Euch ist, Fräulein Bagel schwört auf Penne rigate, ich finde Chifferie oder Gabelspaghetti prima, Fusili und Farfalle hatten wir auch schon)

300 - 750g Kirschtomaten (optimal 500g) (andere Sorten gehen auch, müssen dann halt entsprechend feiner geschnitten werden)

250g Mozzarella

1 Glas Pesto (Sorte nach Belieben, bei Fräulein Bagel muß es eine spezielle Sorte mit Rucola sein, mir schmeckt Calabrese am besten)

nach Belieben Pfeffer und evtl. noch frisches Gemüse (Zwiebel, Paprika, Radieschen, Gurke - ist dann eine andere Variante)


Die Zubereitung geht ganz fix. Nudeln wie gewohnt in Salzwasser kochen, währenddessen schon mal den Mozzarella würfeln und die Kirschtomaten waschen und vierteln. Größere (z.B. Romatomaten) werden dann halt geachtelt oder nach Belieben gewürfelt.


Nudeln abgießen und in einer großen Schüssel mit Pesto vermischen. Mozzarellawürfel und Tomaten dazu, nach Belieben Pfeffer und evtl. noch anderes Gemüse (bei Pesto Calabrese paßt Paprika prima dazu) unterrühren und durchziehen lassen.


Der Nudelsalat schmeckt auch ohne Mozzarella und dafür ein paar frische oder gefrorene Kräuter (Petersilie, Dill, Schnittlauch) und etwas Zwiebel oder Knoblauch.
Wir essen ihn auch manchmal gleich warm und stellen dann nur die Reste in den Kühlschrank.

Montag, 29. Mai 2017

Hollerblütensirup

Die Holunderblütenzeit hat angefangen. Bevor die Blattläuse die weißen Dolden wieder belagern, werden schnell noch ein paar abgepflückt, wir brauchen wieder Sirup ;) - das Holler-Orangen-Gelee ist schon gekocht.


Für den Sirup werden einige Dolden (5-10 je nach Größe) mit 1 Liter Wasser angesetzt und entweder  ein paar Scheiben frische Zitrone oder 5g Zitronensäure dazugegeben, wenn gerade keine unbehandelten da sind. Das Ganze wird dann 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen gelassen.


Wichtig ist, die Dolden nicht zu waschen, kleine Tierchen werden vorsichtig abgestreift und die Blüten werden mithilfe einer Gabel von den Stielen gestrichen. Das geht ganz leicht, wenn sie richtig aufgeblüht sind.


Wenn man gerade keine Zeit zum Weiterverarbeiten hat, kann man das Wasser auch noch für 1-2 Tage in den Kühlschrank stellen, aber es sollte noch nicht gären.
Für den Sirup werden die Blüten dann abgeseiht und das Wasser wird mit Zucker aufgekocht und heiß in vorbereitete Flaschen gefüllt. Die Zuckermenge kann variieren, ich habe schon 1 Teil Zucker auf 3 Teile Wasser gekocht, aber auch das Verhältnis 1:1, je nachdem, wie süß man es möchte. Der Zucker konserviert ja auch mit.

Heute habe ich 1kg Zucker genommen, es wurden ca. 1,6l Hollerblütensirup. Ich hatte nur vergessen, den Flaschenkarton aus dem Keller zu holen, so daß ich nehmen mußte, was ich so gefunden habe und statt nur Fläschchen dann halt Geleegläschen und größere Flaschen mit herhalten müssen.


Wir nehmen gerne die kleinen 100ml Flaschen, da kann man leicht prickelnde Limonade herstellen. Eine Flasche in einen Glaskrug füllen und mit 1 Liter Sprudelwasser auffüllen.

Auch für die XXX-Quark-Sahne-Torte nehme ich gerne so eine kleine Flasche Sirup.